Europa im Wandel

Im Wintersemester hatte der VDSt Würzburg-Jena Markus Ferber, Abgeordneter des Europäischen Parlaments und Vorstandsmitglied der CSU, zu einem Vortrag über das Thema „Gesellschaft im Wandel – Europa im Wandel“ eingeladen. Dieser Vortrag passte sich thematisch in das Semesterthema „Gesellschaft im Wandel“ ein.


ALLE Artikel im Netz auf aka-bklaetter.de lesen und auch das Archiv?

Jetzt kostenlos

Anmelden


Der Abend begann zunächst mit einer Einführung des Referenten, in der den Anwesenden der Status quo der Europäischen Union und damit auch der europäischen Integration geschildert wurde. Weiterhin thematisierte er das Verständnis eines geeinten Europas. Hier konnten sich die Activitas und die zahlreichen Gäste auf einen gemeinsamen Stand der Dinge bringen und Anregungen für die folgende Diskussion gewinnen. Bei dieser konnte jeder Zuhörer Fragen stellen und auch kritische Themen ansprechen, die gemeinsam mit dem Referenten ausdiskutiert wurden.

Unterschiedliche Europabilder

Dabei kamen interessante Ansichten und Themen zur Sprache: Inwieweit kann und darf Europa in die einzelnen Länder hineinregieren? Wie kann man verhindern, dass kleine Länder im Parlament, wie beispielsweise Malta, faktisch überrepräsentiert sind und große Staaten, wie Deutschland, dementsprechend unterrepräsentiert werden? Wie viel Subventionen in welchen Bereichen sind sinnvoll, welche Subventionen sollten jedoch abgeschafft werden? Ist Europa nicht mittlerweile fast zu einem eigenen Staat geworden, in dem die einzelnen Länder nur noch die Stellung von Bundesländern haben? Und natürlich, wie weit die EU noch wachsen kann, soll und darf!

Während der Diskussion wurde klar, dass auf viele Fragen keine eindeutige Antwort gegeben wird. Viele Punkte werden in den einzelnen Ländern der EU unterschiedlich angesehen und auch unterschiedlich priorisiert. Das erschwert einerseits den Prozess der Gestaltung der EU und verlangsamt ihn zum Teil, andererseits dürfen genau diese Punkte auch nicht außer Acht gelassen werden, da sonst die Akzeptanz gegenüber der EU enorm sinken könnte. Doch auch, wenn es nicht überall Antworten gibt, half das Gespräch sehr dabei, sich seine eigene Meinung zu bilden oder die vorhandene zu überdenken oder zu forcieren. Den Schluss musste jeder für sich selbst ziehen.

Fruchtbare Diskussion

Lange wurde gemeinsam mit Herrn Ferber diskutiert. Besonders positiv sind dabei die unglaublich offene Art des Referenten, welcher offen seine eigene Meinung mitteilte und so die Barriere zwischen dem Vortragenden und den Zuhörern abbaute, sowie die sehr gemütliche Atmosphäre aufgefallen. Dabei verging die Zeit wie im Flug, bevor Herr Ferber mit dem letzten Zug zurück in seine Heimat fuhr, jedoch nicht ohne ein Andenken aus der Weinregion Würzburg von der Activitas überreicht zu bekommen.

Die Activitas des VDSt Würzburg-Jena hat Herrn Ferber für diesen spannenden und aufschlussreichen Abend zu danken; wir werden ihn, gerade auch im Hinblick auf die Europawahl, noch lange im Gedächtnis behalten.

 


...mehr Lesen in den akademischen Blättern oder ganze Ausgaben als PDF?


Jetzt hier kostenlos Anmelden

Philipp Kiencke

geb. 1989, Wirtschaftswissenschaftler, VDSt Würzburg-Jena.

... alle Beiträge von diesem Autor