Wie Charles Baudelaire so treffend sagt, liegt die Schönheit oft im Unerwarteten, ja sogar im Schmutzigen oder Wirren, in dem es kein System zu geben scheint. Keine Ordnung, ein für uns Europäer unzumutbarer Zustand. Gerade für uns Deutsche, deren Bild von Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Systematik fast schon neurotisch ist. Kilian Orgeldinger wagte den Blick über den Deutschen Tellerrand hinaus und war vier Monate in Nepal.

von Kilian F. Orgeldinger

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Einen der prosperierendsten Absatzmärkte für Kosmetika stellen asiatische Länder dar. Bleichpillen- und Cremes versprechen den Kunden eine Aufhellung der Haut und damit einen Weg zum gewünschten Teint. Dabei handelt es sich nicht nur um vereinzeltes Streben nach äußerlicher Vervollkommnung. In vielen Zeitungsannoncen werden explizit „helle und schöne“ Mädchen gesucht. Knapp zwei Drittel der Frauen zwischen 16 und 35 Jahren geben dem nach und verwenden Bleichprodukte. Dafür muss tief in die Tasche gegriffen werden. Bis zu 20 % des durchschnittlichen Monatslohns muss in Bangkoks Apotheken für Markenprodukte ausgegeben werden. Marian Ehret, Dozent an der Stamford International University in Bangkok, hat sich auf die Spuren dieses eigentümlichen Schönheitsideals begeben.

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Wer als Mann auf sprichwörtlich großen Füßen lebt, hat beste Chancen darauf, im oberen Management ein ordentliches Gehalt zu erwirtschaften. Klein, dick und rund zu sein gilt hingegen eher als Prädikator für das erfolgreiche Bedienen von Produktionsmaschinen. Korrelationen zwischen dem körperlichen Erscheinungsbild und dem beruflichen und privaten Erfolg wurden in mehreren Studien seit Beginn des 19. Jahrhunderts reproduziert. Worauf unser entscheidender erster Eindruck wirklich basiert und wie leicht wir uns dabei täuschen lassen, beschreibt der Halo-Effekt des amerikanischen Psychologen Edward Lee Thorndike. Auf die Spuren unseres Urteilens begibt sich Rudolf Bede.

von Rudolf Bede

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Das Hochmittelalter brachte Kunstformen hervor, die nach dem Ideal göttlicher Vollendung strebten. Ob in
der Baukunst, der Malerei oder der Musik und Literatur. Prototypisch für diese universelle Vorstellung von
Schönheit: die Vortragskunst des Hochadels, der Minnesang. Eine Annäherung an dessen Schönheitsbegriff
in drei Überlegungen.

von Thomas Cieplak

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Schönheit, so will es der Volksmund, liegt im Auge des Betrachters – womit der Volksmund sich beredt darüber
ausschweigt, was denn nun „schön“ eigentlich sei. Ist der je eigene Geschmack ausschlaggebend, dann ließe
sich darüber nicht streiten. Dennoch hat es in der Menschheitsgeschichte unzählige Versuche gegeben, das
Phänomen der Schönheit in einer Theorie zu erfassen. Mehr Werke noch sind den Bemühungen zu verdanken,
über solche Theorien hinauszugehen und sie mit Leben zu füllen, Ideal und Wirklichkeit zu verbinden. Die
auf Dauer angelegte Architektur und die flüchtigen Momente einer Symphonie sind beide ein Ausdruck dieses
Versuches; und nicht zuletzt das Theater, das unsterbliche Worte in lebendige Szenen umsetzt.
In die Schönheit vertieft sich Dominik Matuschek.

von Dominik Matuschek

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