Fotoreise durch Kiew

Mit gemischten Gefühlen bin ich nach Kiew gefahren. Ich wollte die Ereignisse der letzten Monate mit eigenen Augen sehen. Nicht länger nur auf Berichte der von mir genutzten Medien angewiesen sein.


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Ich wollte die Stadt noch einmal sehen, die mich vor zwei Jahren so fasziniert hat, als ich ihre Lebendigkeit erlebte aber auch ihre Zerrissenheit.  Eine Zerrissenheit, die auf das ganze Land hinaus strahlte. Religion, Geschichte und Sprache erschienen mir unvereinbar in einem einzigen Staat. Zumindest wenn ich zur Grundlage die Idee und die Kategorien des Nationalstaates nehme. Ich dachte aber dass diese Kategorien, insbesondere die eines einheitlichen Staatsvolkes, der Vergangenheit angehören. Die Gegenwart spricht aber eine andere Sprache. Trotzdem, als ich nach Kiew kam, fand ich keine Stadt vor die sich in einem Bürgerkrieg befand. Sie war lebendig aber nicht überschwänglich; sie kam mir nachdenklicher vor als noch vor zwei Jahren.

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Die Villa des aus dem Amt getriebenen Präsidenten Jaukowytsch. Ein Holzhaus von einer finnischen Firma. Auf den ersten Blick nicht überschwänglich oder prunkvoll. Wie ich es von einem Autokraten erwartete hätte.

 

 

 

 

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Ein Anwesen, mit einem großen und schönen Park. Heute ist er für die Bevölkerung offen und kann besucht werden.

 

 

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Weite Teile der Ukrainer wendeten sich von ihrem Präsidenten ab. Zumindest erinnerte mich diese Figur im Garten von Viktor Janukowytschs Anwesen daran.

 

 

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Ein bisschen Autokratenkitsch durfte dann doch nicht fehlen. Die Ruinen eines griechischen Gebäudes an der Seite der Villa, sind heute nicht mehr wert als ein Urlaubsschnappschuss.

 

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Kiew grüßte uns mit einer wunderschönen Blütenschau. Die Mutter-Heimat-Statue, welche an den Sieg Sowjetrusslands im Zweiten Weltkrieg erinnert.

 

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Mandelblüten im Höhlenkloster.

 

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Ort der Ruhe und Besinnung.

 

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Die touristischen Orte der Stadt waren gut von Ausflüglern besucht, nur ausländische Touristen suchte man vergeblich.

 

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Das Mädchen mit den drei Ähren, welches an die von Stalin politisch motivierte Hungersnot in der Ukraine erinnert. (Holodomor)

 

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Kurz vor dem Maidan, war die touristische Tour durch Kiew vorbei und die ersten Barrikaden empfingen uns.

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Wie lang werden sie da sein? Stehen sie für eine Erinnerung an die jüngsten Ereignisse oder sind sie Symbol dafür, dass der Ausgang der revolutionären Ereignisse der vergangenen Monate noch nicht abzusehen ist?

 

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Die fertig präparierten Molotowcocktails sprechen die Sprache der Bereitschaft die Barrikaden wieder zu aktivieren.

 

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Den Toten wird an vielen Orten rund um den Maidan Respekt gezollt.

 

 

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Spuren der jüngsten Ereignisse

 

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Viel wurde bereits aufgeräumt, so sehen die Autofracks aus wie gestrandete Wale im Urlaubsparadies.

 

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Barrikaden in Wartestellung

 

 

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Der Maidan im Abendlicht

 

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Wunsch und Propaganda

 

 

 

 

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Spuren am Rand

 

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Motive die nach Krieg aussehen sind im Falle Kiews aber nur ein Bruchteil des Gesamteindrucks

 

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Unabhängigkeitsdenkmal der Ukraine links … und rechts.

 

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Straßenzug zum Maidan mit Schulklasse im Vordergrund.

 

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Die Lichter der Stadt gehen auch in der Krise nicht aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Kai Kranich

geb. 1982, Politikwissenschaftler, VDSt Dresden.



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