Aktuell

Der gute Sünder

Oft finden wir Einsicht im Fernen und Abseitigen, kaum und gar nicht mehr glaublichen. Sehen im kunstvollen Mosaik mehr von uns als im ebenen Spiegel. Über Thomas Manns Schalkgeschichte Der Erwählte – „Spätform der Legende“, geschrieben für Zeiten, die gar so legendengläubig nicht mehr sind.

The Winner takes it all: Eine kleine Geschichte über die älteste Demokratie der Welt

Das amerikanische Wahlrecht ist alle vier Jahre Gegenstand energischer Debatten. Gerade in Deutschland sehen viele dieses System als undemokratisches Relikt aus alter Zeit. Einen Blick in die Geschichte wagt Jörn Spindeldreher.

Gott für Heinrich, England und St. Georg

Nicht nur weltweiser Kosmopolit: William Shakespeare übte sich auch als patriotischer Kriegerbarde. Bis heute gern zitiert wird sein Heinrich V. – Geniales Drama oder Propagandastück? Beides; und auch wieder nicht.

Keim der Revolution

Der Sozialroman ist die Paradedisziplin der französischen Romanciers im neunzehnten Jahrhundert. In keiner anderen Sprache wird so hübsch gehungert. Auf die Spitze treibt es Émile Zola im Germinal; vierhundert Seiten Jammer, Leid und Tod. Harter Naturalismus, aber mit scharfem Auge geschildert und viel Wille zur Nuance.

Von unserer Wut erzählt der Wind

Victor Hugo gilt in manchem als französischer Goethe; genialer, olympischer Überschriftsteller in vielen Genres; freilich auch darin dem Geheimrat ähnlich, dass er sehr selektiv gelesen wird. Bevorzugte Lektüre sind bis heute Die Elenden, ein episches Sozialdrama mit allerlei Eigenheiten.

 

Heft I / 2020 „Hermann Ehlers Symposion 2019“

titelthema: HES 2019 04 Spannende Beiträge und Denkanstöße 05 Willkommen in Halle 06 Quo vadis patria? 08 Wissen und Macht 10 Besuch in der Schulstadt 11 Suche nach dem republikanischen Wir 12 Kein Staat ohne Grenze 13 Identität ist kursbestimmend 14 Nation, Staat, Europa 16 Deutsche Kultur im Abendland 19 Sind wir zum Staate verdammt? 22 Geborgenheit und Gemeinsamkeit 26 Ich bin Deutscher, wie deutsch bin ich? kultur & literatur 30 Wo Zorn vertilgt den welschen Tand service 34 Terminplanung 35 Mitteilungen der Mitgliederverwaltung aus dem VVDSt 37 Nachruf Detlef Hansen (1948–2019) ferdinand friedensburg preis 38 Ehrwürdiger Preisträger 39 Ferdinand Friedensburg Preis 40 Individuelle Verantwortung des VDSters 42 Ein höheres Ziel ist elementar

 

seit 1886

Freier politischer Diskurs, Generationendialog und interfakultativer Austausch

Die Akademischen Blätter richten sich als Zeitschrift des Verbandes der Vereine Deutscher Studenten seit 1886 an deutschsprachige Studenten, Akademiker und Hochschulen in ganz Europa. Derzeit liegt die Auflage der vierteljährlich erscheinenden Druckausgabe bei rund 4.500;

 

Breites Spektrum

Die Akademischen Blätter befassen sich über das Geschehen in Studentenvereinen und Hochschulen hinaus mit politischen und gesellschaftlichen Prozessen in Deutschland und Europa und verstehen sich als Diskussionsplattform für Themen aus den Bereichen Politik und Staatsphilosophie, Kultur und Geschichte. Sie sind an keine Partei oder Interessenvertretung gebunden, gestatten sich jedoch innerhalb des demokratischen Grundkonsenses in Einzelfragen einen klaren Standpunkt. Zielsetzung sind neben der Vermittlung von Wissen die Schulung des politischen Diskurses und der Meinungsaustausch auf in Form und Inhalt hohem Niveau.

Autoren und Formate

Die Akademischen Blätter gehen inhaltlich über die Wiedergabe von Auffassungen der Herausgeber hinaus und richten sich an die gesamte akademische Gemeinschaft. Folglich sind nicht nur Vereinsmitglieder unter den Autoren; externe Gastbeiträge werden als Bereicherung des Meinungsspektrums gesehen. Ebenfalls beschränkt sich die Autorenriege nicht auf den Zirkel der Hochschullehrer; auch talentierte junge Stundenten erhalten früh Gelegenheit, ihr schriftstellerisches Können in Essays, Kommentaren und Interviews unter Beweis zu stellen.

Download nur als registrierter Leser möglich!