Schlagwortabtausch:Kapitalismus

Freiheit durch Geld

Kapitalismus ist ein Kampfbegriff, berühmt geworden erst in den Mündern seiner Gegner. Für sie bedeutet er Zwangsherrschaft der Kapitalisten, also der Besitzer von Produktionsmitteln, Boden, Maschinen, Technik; sie gilt es zu überwinden. Marx und Engels waren die wortgewaltigsten dieser Gegner; in deutscher Sprache. Im Deutschen meidet man darum den Begriff und spricht lieber von freier Marktwirtschaft, meint aber das gleiche: Privateigentum, Vertragsfreiheit, weitgehende Abwesenheit staatlicher Marktkontrolle. Historisch ist der Kapitalismus (wie seine Feinde, und auch wie Rechtsstaat und moderne Demokratie) ein Kind des Industriezeitalters, Nachfolger der Herrschaft von Landbesitzern (Feudalismus) und des gelenkten Staatsabsolutismus (Merkantilismus). In neuerer Zeit, etwa seit den 1970ern, sind im finanzmarktgetriebenen Kapitalismus die international agierenden Banken neben die Fabrikherren alten Stils getreten.

Defekte Bremsen, klemmende Gaspedale und ausgerissene Antriebswellen sowie 34 tote Autofahrer. Toyota, der weltgrößte Autobauer, ruft 8,5 Millionen Fahrzeuge zurück. Brandgefahr wegen defekter Fensterheber, Honda muss über 650.000 Fahrzeuge wieder in die Werkstätten zurück holen. Auch VW bleibt nicht verschont, obwohl es sich „nur“ um 200.000 Autos handelt. Und bei eineinhalb Jahre alten Adiletten löst sich die Klebstelle auf. Früher hielten sie 20 Jahre.

von Pavel Usvatov

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Fragen der „Globalisierung“ sind seit 1990 in immer stärkerem Maße in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Für die einen ist die Globalisierung eine „Heilslehre“ und für andere ist sie „Teufelszeug“, das für alle wirtschaftlichen Übel der Gegenwart verantwortlich ist, das bekämpft werden und das durch einen stärkeren Einfluss des Staates auf die nationalen Wirtschaften ersetzt werden muss. Seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2007 hat sich die Kritik an der Globalisierung verstärkt, und es wird eine größere Einflussnahme der Staaten auf den Handels- und Finanzverkehr gefordert.

von Joachim Koch

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Am 1. Januar 2010 ist es nun also in Kraft getreten, das heiß diskutierte, fast schon berüchtigte Wachstumsbeschleunigungsgesetz, schwerpunktmäßig mit großzügigen Geldschenken für Familien und, als kleinem Nebenpunkt, auch dem reduzierten Mehrwertsteuersatz für das Hotelgewerbe. 8,4 Milliarden Euro insgesamt schenkt der deutsche Staat seinen Bürgern. Die zeigen darüber freilich wenig Freude.

von Christian Roth

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Die Rezession als Chance der Regeneration, die These von Prof. Dr. Hamer
Die Finanzwerte in der Welt haben sich in den letzten 30 Jahren vervierzigfacht, die dagegen stehenden Realwerte nur vervierfacht. Auch unter Berücksichtigung der Inflationstendenzen besteht ein größerer ungedeckter Finanzballon, der wieder korrigiert werden muss. Professor Eberhardt Hamer, AH Hannover, befasst sich mit der Frage: „Was passiert, wenn der Crash kommt?“

von Johannes Bravidor

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