Lion Feuchtwanger, Meister des historischen Romans, verdichtet im römisch-jüdischen Schriftsteller Flavius Josephus den Konflikt von Nation und Menschheit, Judentum und Weltbürgertum. Viele Fragen verweisen zurück auf ihn selbst und die eigene Zeit.

von Christian Roth

lesen

Das wenigste auf der Welt ist wirklich neu. Trägt man das vorhandene Wissen übersichtlich zusammen, hat man schon viel gewonnen. Dachte sich der oströmische Kaiser Leo VI. und versuchte sich als Archivforscher und Militärschriftsteller. Eine nachhaltige Begriffsneuschöpfung gelang ihm aber doch.

von Christian Roth

lesen

Oft finden wir Einsicht im Fernen und Abseitigen, kaum und gar nicht mehr glaublichen. Sehen im kunstvollen Mosaik mehr von uns als im ebenen Spiegel. Über Thomas Manns Schalkgeschichte Der Erwählte – „Spätform der Legende“, geschrieben für Zeiten, die gar so legendengläubig nicht mehr sind.

von Christian Roth

lesen

Der Sozialroman ist die Paradedisziplin der französischen Romanciers im neunzehnten Jahrhundert. In keiner anderen Sprache wird so hübsch gehungert. Auf die Spitze treibt es Émile Zola im Germinal; vierhundert Seiten Jammer, Leid und Tod. Harter Naturalismus, aber mit scharfem Auge geschildert und viel Wille zur Nuance.

von Christian Roth

lesen